Edelsteine
Edelsteine sind Minerale, die sich durch ihren Seltenheits-grad auszeichnen. Den Wert bestimmen u. a. Härte, Farbe, Reinheit und Gewicht. Bitte gebrauchen Sie nicht den Begriff ,,Halbedelstein", denn er ist sachlich unrichtig.
Diamant: Er ist der härteste Edelstein. Die Vollendung be-kommt der Diamant durch den modernen Brillantschliff. So bearbeitet, nennt man ihn Brillant (56 Facetten).
DIE KORUNDGRUPPE
Zur Korundgruppe gehören Saphir (safir = arab. blau> und Rubin (rubius = lat. Rot). Die Hauptvorkommen liegen in In-dien. Der Rubin ist der Symbolstein der Liebe, derSaphirver-körpert die Treue.
DIE BERYLLGRUPPE
Hellblaue Berylle werden Aquamarine genannt, grüne Beryl-le heißen Smaragde. Die wichtigsten Fundorte liegen in Ko-lumbien und Madagaskar. Es gibt auch farblose Bervile - aus ihnen wurden die ersten ,,Lesesteine" geschliffen (daher auch der Name beryllos = Brille).
DIE QUARZORUPPE
Quarz ist ein Hauptbaustein, der in fast allen Gesteinen ent-halten ist. Deshalb ist Quarz in vielen Formen unter den Edel-steinen vertreten.
Bergkristall: Er ist bekannt durch seine Klarheit und Farblo-sigkeit. Der Hauptfundort ist Brasilien. Der Name ,,Kristall" kommt von griech.: Eis, weil man Bergkristalle für ewig Ge-frorenes hielt.
Amethyst: Der Amethyst ist der angesehenste Vertreter der Quarzgruppe und einer der beliebtesten Edelsteine. Die Far-be liegt zwischen violett und purpurrot, die Tiefe reicht von sehr blaß bis sehr dunkel. Besonders intensiv ist die Farbe in den Kristallspitzen; deshalb wird die farbintensivste Partie in die Spitze des Schliffes gelegt und gibt so dem ganzen Kör-per Farbe.
CItrIn: Der Citrin ist von Natur aus gelb (daher der Name). Er kommt in der Natur sehr selten vor. Darum verwendet man oft Amethyste, die erhitzt werden und dann eine goldgelbe Farbe annehmen.Ro~nquarz oder Rosaquarz: Er trägt seinen Namen auf-grund seiner heI lrosa Farbe. Die Hauptvorkommen liegen in Brasilien und Madagaskar. -6- Tigerauge: Tigerauge ist gelb bis goldbraun. Er hat einen wogenden Lichtschein, der an die Schlitzpupille einer Katze erinnert.
Chalcedon: Der Stein ist trüb durchscheinend. Wichtige La-gerstätten liegen in Brasilien, Indien und Madagaskar. apfelgrüner Chalcedon = Chrysopras bräunlicher Chalcedon = Karneol rötlicher Chalcedon = Sarder grüner Chalcedon mit roten Punkten = Heliotrop dunkeigrüner Chalcedon = Aventurin
Achat: Er Ist seiner Substanz nach auch ein Chalcedon. Seine Entstehung und sein Vorkommen räumen ihm aber eine Sonderstellung ein, die er auch aus wirtschaftlichen Gründen verdient; denn auf ihm hat sich eine ganze Industrie, Idar-Obersteiner Edelsteinindustrie, aufgebaut. Schwarze Achate werden Onyx genannt. Achate lassen sich färben.
Zirkon: Ein echter Stein, darf nicht mit dem Zirconia verwechselt werden. Er hat nach dem Diamanten von allen Edelsteinen die höchste Lichtbrechung und das lebhafteste Feuer. Hauptfundorte sind Siam und Indochina. Den ausgezeichneten optischen Eigenschaften des Zirkons trägt der Brillant-schliff am ehesten Rechnung.
Markasit: grau-gelb gefärbter Schwefelkies. Die Vorkommen des Schwefelkieses sind in der Natur sehr groß.
Hämatit: stahlgrau-schwarz gefärbter Edelstein, der beim Schleifen roten Staub hinterläßt (daher auch der Name Blut-stein). Granat: Der Granat umfaßt eine breite Farbskala' ausgenom-men blau.
Mondstein: Er gehört zur Gruppe der Feldspate. Auf dem geschliffenen Stein entsteht eine Lichtbrechung' die an den Schein des Mondes erinnert.
Jade: Die grüne Jade wurde schon in der Steinzeit als Mate-rial für Werkzeuge verwendet. Ein großes Ansehen genießt der himmlische Stein ,,Yü" in China, wo ihm symbolische und magische Kräfte zugeschrieben werden. Der Stein ist porös und muß vor Sonne geschützt werden.
Türkis: Der Türkis kommt nie aus der Mode. Heute ist er dank seiner himmelblauen Farbe gerade bei jungem Schmuck wieder sehr gefragt.
